Radonmessung

Aufgaben der LPS

Die LPS ist bestimmte Messstelle für die amtliche personendosimetrische Überwachung und bietet als anerkannte Messstelle passive Messgeräte (Exposimeter) für Erhebungsmessungen an.

Die LPS arbeitet mir der Firma ALTRAC als Partnerlabor zusammen und nutzt deren Exposimeter sowohl für die amtliche Überwachung als auch für die Erhebungsmessungen.

Messzweck

Das Radonexposimeter (Typ Altrac B97) wird als passives integrierendes Messsystem zur Bestimmung der mittleren Radonkonzentration cRn in Bq/m³ und der Exposition PRn in kBqh/m³ durch 222-Rn und seine Folgeprodukte genutzt.

Es dient der Bestimmung der amtlichen Personendosis für Arbeiten nach Teil 3 der StrlSchV bzw. der Richtlinie Arbeiten und kann zu Screnningmessungen in Gebäuden und an Orten (z. B. in Häusern, Wasserwerken, Bergwerken u. ä.) verwendet werden.

Exposimeterangebot

Typ:
Radonexposimeter für Ortsmessungen

Messbereich:
Radon-222-Exposition PRn
von 30 kBqh/m³ bis 90.000 kBqh/m³

Radon-222-Konzentration cRn
von 15 Bq/m3 bis 40.000 Bq/m3

(bei drei Monaten Messzeit)

Typ:
Radonexposimeter für personendosimetrische Messungen

Messbereich:
Radon-222-Exposition PRn
von 30 kBqh/m3 bis 90.000 kBqh/m3

Radon-222-Konzentration cRn
von 15 Bq/m3 bis 40.000 Bq/m3

(bei drei Monaten Messzeit)

Amtliche Überwachung ohne Referenzort

Unter bestimmten Bedingungen kann bei der amtlichen Überwachung auf die Nutzung eines Referenzortes verzichtet werden.
Voraussetzung dazu ist die Nutzung der Radonbox.

Abb.:
geöffnete Radonbox mit Aktivkohlepatrone und Exposimeter

Bei der Radonbox übernimmt diese die Funktion des Referenzortes. In der Radonbox befindet sich ein Aktivkohleröhrchen, das die mittlere Radonkonzentration in der geschlossenen Radonbox auf ein Minimum reduziert.

Die Radonbox wird durch die Messstelle einer Person fest zugeordnet.

Download:
Merkblatt Anwendung Radondosen

Grundlagen zur Radonbox

Die LPS hat zusammen mit der Firma ALTRAC und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in einem 2-jährigen Projekt die Radonboxen mit sehr gutem Erfolg erprobt (siehe folgende Artikel: Artikel 1 oder Artikel 2).

Im Ergebnis des Projektes konnte gezeigt werden, dass die Aktivkohle die mittlere Radonkonzentration in der Radonbox bei richtiger Anwendung auf ein Minimum reduziert, sodass auf ein zusätzliches Referenzexposimeter in der Radonbox verzichtet werden kann.

Befestigung der Exposimeter am Helm

Die Exposimeter sollen nach Möglichkeit in Kopfhöhe getragen werden, da das radioaktive Radon über die Atmung aufgenommen wird. Dazu bietet sich bei allen Arbeitsplätzen mit Helmpflicht dieser an.

Das Exposimeter kann entweder mit einem Klett-Klebe-Pad am Visier des Helmes

oder

mit einem Clip oder Kabelbinder

befestigt werden.

Wichtig ist, dass das Exposimeter nach dem täglichen Gebrauch wieder an den Referenzort oder in die Radonbox gelegt wird.

Qualitätssicherung

Die LPS hat erfolgreich an den Messvergleichen des BfS (2003, 2004 und 2005) für die Bestimmung der Radonexposition teilgenommen.

Die typische Messunsicherheit bei der Bestimmung der Radon-222-Exposition beträgt bei einer Exposition von:

  •     30 kBqh/m3 ± 100%
  •   200 kBqh/m3 ±   25%
  • 3000 kBqh/m3 ±   10%